Cranio-Sacrale Therapie

Klaus Poschmann

William Sutherland ist Anfang des letzten Jahrhunderts der Pulsation des craniosacralen Systems auf die Spur gekommen und entwickelte die Craniale Osteopathie. John Upledger sorgte mit seiner Forschung und systematischen Weiterentwicklung für eine weltweite Verbreitung der Cranio-Sacralen-Therapie. Das Cranium, der knöcherne Schädel und das Sacrum, das Kreuzbein sind in der Behandlung Ziel sanfter, lauschender Berührung. Das feine Ausdehnen und Zusammenziehen entsteht aus dem Zusammenspiel von Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, Hirnhäuten und Schädelknochen. Über die Faszien, den bindegewebigen Muskelhüllen teilt es sich dem ganzen Körper mit.

Bei der Behandlung werden Einschränkungen und Offenheit im craniosacralen System erspürt. Die achtsamen Hände folgen dabei jeder Bewegung. Die Unterstützung führt zu einem Lösen und inneren Aufatmen. Mögliche Erfahrungen sind unter anderem die Freisetzung von spontanen Bewegungen, Gefühlen, Bildern, Erinnerungen und Einsichten. Die Pulsation im ganzen Körper entfaltet sich und eine stimmige Verbundenheit mit sich selbst entsteht.


AI 2013